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Lockdown vom Tisch: Die Gastronomie richtet sich in der neuen Realität ein

Wiedereröffnung der Gastronomie in Hamburg: Unter den Linden in der Schanze
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Die Öffnung kam sehr überraschend. Am Dienstag, den 12. Mai 2020 beschloss der Hamburger Senat, dass die Gastronomie – Restaurants, Bistros, Bars – ab Mittowch, den 13. Mai 2020 wieder Gäste bewirten darf. Unter Auflagen zwar, aber die schwer gebeutelten Gastronomen durften von einem Tag auf den anderen wieder öffnen.

Das schafften nicht alle. Viele Restaurants mussten erst einmal einiges organisieren. Die Mitarbeiter ranholen – aus der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit – die Lieferketten wieder aktivieren, also für Lebensmittel sorgen, und die Lokalitäten für die Abstandsverordnung vorbereiten, für Masken sorgen, Hygienemittel. Oft können die Lieferanten die benötige Ware nicht innerhalb eines Tages liefern. Und so schafften die meisten Betriebe es nicht von heute auf morgen zu öffnen, sondern kamen erst einige Tage später, am Freitag, Samstag oder den kommenden Montag aus dem Lockdown.

Einige Gastronomen nutzen die Zeit und renovierten ihr Geschäft. Sie bauten es um., strichen die Wände, räumten auf, machten richtig sauber, verschönerten, verfeinerten, stellten um, ergänzten oder richteten neu ein. Aber das ging nur, wenn das Geld dafür da vor und vielleicht eine solche Renovierung eh schongeplant war.

Die Gastronomie litt schwer unter dem Lockdown

Die Gastronomie hat große Sorgen und sind wie die Tourismusbranche, die Hoteleri oder die Messe- und Eventbranche, schwer von der Coronakrise gezeichnet.

Viele erinnern sich an einen sprachlosen Tim Mälzer bei Markus Lanz. In der abendlichen ZDF-Talkshow war der Starkoch den Tränen nahe, nach dem Arbeitsminister Hubertus Heil erklärte, dass die Lage durch das Coronavirus noch sehr lange schwierig bleiben werde und man vernünftig bleiben müsse. „Ich kann verstehen, dass die Ungeduld wächst, weil es hier um Existenzen geht und ich finde es deshalb völlig in Ordnung, dass man nach Wegen sucht, wie man auch im gastronomischen Bereich Schritt für Schritt wirtschaftliches Leben wieder ermöglicht“, erklärte der Minister.

Dabei ist Tim Mälzer für die Branche schon seit Beginn des Shutdowns aktiv. Er nutzte seine Prominenz und seine Netzwerke, um der Gastronomie in Hamburg insgesamt zu helfen. Auch jenen Betrieben, die keine Stimme haben, die man leicht übersieht. Gleich zu Beginn des Lockdowns am 17. März 2020 richtete sich die Initiative mit einer Art Hilferuf an die Hamburger Politik. Mit Mälzer natürlich mit seinen Betrieben mit dabei. Es war sehr gut, dass die Sorgen und Anliegen der Gastronomen mit ihm ein bekannten Namen und ein prominentes Gesicht hatte.

Jetzt zum Ende des Lockdowns schnappen die Betreiber der vielen Restaurants, Bistros und Cafés in Hamburg nach Luft. Endlich geht es los, ein großer Schritt in Richtung Normalität. Doch auch nach der Wiedereröffnung der Restaurants in Hamburg sind die Betriebe wirtschaftlich gefährdet. Denn profitabel können sie aktuell nicht arbeiten, das funktioniert nur, wenn alle Plätze in einer Lokalität besetzt werden können. Das aber ist noch lange nicht in Sicht. Die Situation der Gastronomie bleibt weiter angespannt.

Wiedereröffnete Gastronomie in Ottensen

Das ist erlaubt: Corona-Verordnung für Restaurants in Hamburg

  • Gäste müssen auch im Restaurant einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Dazu sind die Tische weit genug auseinander zu stellen oder entsprechende Absperrungen zu errichten. Auch Stehplätze müssen mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander haben
  • Die Zugänge der Restaurants müssen kontrolliert werden, damit sich dort keine Menschengruppen bilden.
  • Das Restaurantpersonal muss beim direkten Kontakt mit Restaurantgästen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Alle Gäste müssen Ihre Kontaktdaten im Restaurant angeben, damit Infektionsketten nachvollzogen werden können.

Bitte informieren Sie sich vorher, ob das Restaurant ihrer Wahl geöffnet hat. Es wird empfohlen, vorab zu reservieren, um sicher zu gehen, dass genug Platz vorhanden ist.

Mitte Mai scheint das Leben in der Stadt beinahe wieder normal. Wenn man nicht wüsste, dass wir uns immer noch mitten in der Coronakrise befinden, würde man nichts bemerken. Aber es gibt sie die Abstandsregelungen, die Bedienungen erscheinen mit Masken und die Schilder und Hinweise an Türen und Schaufenstern machen ganz deutlich: Es ist noch nicht vorbei.

Aber die Leute machen das tapfer. Vor allem die Gastronomen, die in dieser Krise nicht zu beneiden sind, bleiben aufrecht und machen weiter. Alle bemühen sich und wollen zurückfinden in das wunderschöne Leben, das man noch im letzten Sommer genießen durfte. Es wird auch gelingen, das machen unsere Bilder klar. Aber es ist noch etwas dauern.

Wenn kein Wunder geschieht, man ein Heilmittel oder einen Impfstoff gegen die Covid-19-Infektion entwickelt, wird dieses Jahr, wird dieser Sommer voller Sorgen für die Gastronomie und ihre Mitarbeiter bleiben. Hoffen wir das beste und helfen wir einander.

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