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Ikea in Hamburg: Nach dem Smörrelöck musst du dich lange anschlangen

Kontrollierter Ein- und Aufgang vor Ikea in Hamburg-Altona
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sGeschäfte mit einer Ladenfläche unter 800 Quadratmeter durften in Hamburg ab dem 20. April 2020 wieder öffnen. IKEA gehört naturgemäß nicht dazu, wie viele andere Shops auch, etwa C&A, Karstadt, Sportscheck, H&M und viele andere mehr. Die Zahl von 800 Quadratmetern war dabei vollkommen willkürlich. Wie die Hamburger Morgenpost erklärt, dient die Marke von 800 qm Ladenfläche zur gesetzlichen Unterscheidung von Einzel- und Großhandel. Diese Marke könnte auch kleiner oder größer sein, aber sie ist ein gesetzlichen Orientierungspunkt in den Landesbauordnungen. Ok.

Dass dieser Wert nun eine Maßgabe bei den Geschäftsöffnungen nach dem Lockdown in der Coronakrise sein sollte, leuchtet da schon weniger ein. Dies sah das Gericht auch so und gab der Klage von Sportscheck recht, dass diese Verordnung – die einen dürfen öffnen, die anderen nicht – wegen Ungleichbehandlung nicht rechtens ist. Macht auch wirklich keinen Sinn, denn auch in einem riesigen Einkaufstempel kann die die Hygiene-Vorgaben und Abstandsregeln einhalten und kontrollieren.

Am Ende dauerte es bis zum 13. Mai 2020 dass alle größeren Läden öffnen durften. IKEA war im Lockdown bis dahin komplett zu, was nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Anwohner beispielsweise in Hamburg-Altona, wo IKEA eine City-Filiale gebaut hat, beängstigend war. Die Öffnung des Möbelriesen schafft daher bei allen Erleichterung und ist ein wichtiges Signal in Richtung Normalität und Sicherheit.

Doch die langen Schlangen, die sich vor den IKEA-Filialen vermutlich überall bilden, sind ebenso skurril wie die wochenlange Schließung des schwedischen Möbelhändlers. Man fragt sich unwillkürlich: Was ist denn gerade so wichtig, um sich dafür in diese kaum enden wollende Schlange zu stellen? Wir werden die Antwort vielleicht nie erfahren, versuchen aber genau das bei der IKEA Family zu ergründen.

Vor der IKEA-Filiale in Hamburg-Altona bilden sich lange Besucherschlangen

Man ist wirklich verwundert, wenn man das sieht. Einerseits von der Geduld der Leute und andererseits davon, was denn jetzt so dringend gekauft werden muss. Die Security mag es gar nicht, fotografiert zu werden, obwohl sie unter den Masken und in Arbeitskleidung gar nicht zu erkennen sind. Die Passanten in der Großen Bergstraße in Hamburg-Altona macht es hingegen nichts aus, im Mai-Trubel der Einkaufsstraße von unserer Kamera beobachten zu werden. Natürlich gehen wir jederzeit vorsichtig vor. Aber wir wollen diese Sache abbilden und festhalten. Sonst glaubt das irgendwann keiner mehr, was hier einmal stattgefunden hat in der Coronakrise 2020 vor dem beliebten schwedischen Möbelkaufhaus IKEA.

Ist es angemessen an dieser Stelle auf die Strategie Schwedens, die Verbreitung des Coronavirus zu kontrollieren? Ich glaube nicht. Schweden hatte keinen Lockdown, sondern bliebt im Wesentlichen geöffnet. Natürlich gelten auch hier Hygieneregeln und Verbote. Auch die Altenheime und Krankenhäuser werden geschützt. Nur hat das vor allem in den ersten Wochen der Coronakrise wie anderswo auch nicht gut funktioniert. Zu viele Menschen in den Altenheimen wurden Opfer des Coronavirus. Der schwedische Weg ist deshalb stark umstritten. Mit IKEA hat das selbstverständlich nichts zu tun und es scheint unsere Bürger nicht davon abzuhalten, dem Einrichtungshaus treu zu bleiben.

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